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Der TfP-Vertrag:

Ich shoote im Personenbereich generell mit einem TfP-Vertrag, sowohl im Freundes- und Bekanntenkreis, wie auch mit fremden Modellen.

TfP steht für "Time for Prints" und kommt noch aus der Zeit, in der man die Fotos entwickelt oder ausgedruckt hat.

Das Modell und der Fotograf investieren also Zeit, und erhalten dafür beide die privaten Nutzungsrechte an den Ergebnissen.

Weder Modell noch Fotograf erhalten bei TfP eine finanzielle "Entschädigung". Kosten, die für das gemeinsam geplante Shooting entstehen (Studiomiete, Eintritt, Visagistin, spezielle Outfits, Farben ... ), teilt man sich in der Regel gerecht auf. 

Wenn das Modell eine Gage bekäme, darf sie an der Auswahl der Ergebnisse in der Regel nicht mitwirken und diese auch nicht für ihre Zwecke verwenden. Wenn der Fotograf eine Gage bekäme, ginge das Eigentum der Bilder nach Bezahlung an das Modell über, und er dürfte die Bilder ohne weitere Abstimmung nicht zu Werbezwecken nutzen. Da ich kein Geld mit dem Hobby verdiene und es mir nicht an Modellen mangelt, bin ich nicht bereit ein Modell zu bezahlen. Das bringt mein Kosten/Nutzen-Verhältnis aus dem Gleichgewicht.

Ein Vertrag ist immer nur so gut, wie das Vertrauen zwischen denen, die den Vertrag schließen.

Dennoch hält man in einem TfP-Vertrag grob die Regeln fest, an die sich beide im Anschluss halten sollten.

Wichtig sind mir darin vor allem die folgenden Punkte:

- es  dürfen nur die bearbeiteten Bilder genutzt werden

- beide dürfen die bearbeiteten Bilder rein privat zur Eigenwerbung nutzen - die kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen

- dem Modell wird zugesichert, dass sie mit entscheiden darf, was bearbeitet wird

Wenn etwas im Vertrag ergänzt werden soll, sprich mich bitte direkt zu Anfang darauf an. Ich bin gerne bereit auf Deine Wünsche einzugehen, wenn ich diese nachvollziehen kann, und damit mein Verständnis von TfP nicht verletzt wird.

Nur sollte man das am Anfang der Planung klären, denn ggf. hängt davon ja ab, ob man shootet.

Am Tag des Shootings kann dieses Thema nicht förderlich sein, denn entweder kostet es Zeit oder führt zusätzlich noch zu Diskussionen.

Hier kannst Du den Text aus dem Vertrag, den ich nutze, schon mal durchlesen:

(...) vereinbaren, dass unwiderruflich und zeitlich unbefristet sämtliche Rechte für jegliche Nutzung und Veröffentlichung an den am ..................... durch den Fotograf von dem Model angefertigten Fotos auf den Fotografen übertragen werden; ausgenommen hiervon ist die kommerzielle Nutzung oder Veräußerung der Bilder und/oder die Veröffentlichung in pornographischen oder ähnlichen unseriösen Medien. Die Namensnennung des Models steht im Ermessen des Fotografen.

 

Das Model erhält als Honorar vom Fotografen innerhalb von zwei Wochen ab dem Shooting eine große Auswahl der gemeinsam angefertigten und vom Fotografen bearbeiteten Fotos in hoher Auflösung und ohne Logo/Schriftzug im Bild. An der Auswahl der Fotos, die bearbeitet werden, darf das Modell sich beteiligen.

 

Ausschließlich die bearbeiteten Fotos darf das Model für persönliche Zwecke und für die Eigenwerbung wie z. B. Bewerbungen, Erstellen einer Model-Mappe, Facebook, die eigene Homepage, Sedcards etc. (auch auf Internet-Seiten, Datenbanken oder Katalogen von Model-Agenturen oder sonstigen Dritten) frei und kostenlos verwenden.

 

Der Verkauf und/oder die Übertragung der Bildrechte an Dritte, insbesondere für kommerzielle Zwecke, sind ausgeschlossen.

 

Mit der Übertragung der Bilder an das Model als Honorar sind sämtliche Ansprüche des Models vollständig abgegolten. Diese Vereinbarung gilt auch für evtl. folgende Shootings, wenn dafür nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wird. (...)