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Hochzeiten und Events:

Immer wieder werde ich aus dem Freundes- und Bekanntenkreis auf Hochzeitsfotos oder das Fotografieren auf anderen Events angesprochen. Daher mal hier kurz eine Erklärung, warum ich das nicht mache:

Ich betreibe die Fotografie rein als Hobby und betrachte die Hochzeits- und Eventfotografie als einen der Bereiche, der den Berufsfotografen vorbehalten bleiben darf, denn ...

 

Bei einer Hochzeit sollte der Fotograf geübt darin sein unauffällig zu funktionieren und wissen, wann er wo sein muss für das perfekte Ergebnis. Dazu braucht man eine umfangreiche Erfahrung und viel Übung. 

 

Zudem verursacht die Hochzeitsfotografie hohe Kosten für die Technik. Da die Momente nur einmal einzufangen sind, und man nicht mal kurz Pause machen kann, wenn die Technik spinnt, sind mindestens zwei Kameras erforderlich.

Außerdem sollte man Kameras nutzen, die auf zwei Speicherkarten parallel speichern, denn auch Speicherkarten geben irgendwann mal den Geist auf. Und wenn bei einer Hochzeit 3.000 - 5.000 Bilder entstehen, ist das genau dann nicht unwahrscheinlich.

Der Anschaffungspreis der Technik übersteigt daher schnell den Neupreis eines Kleinwagens, denn zwei Speicherkarten unterstützen nur die sehr professionellen Kamera-Modelle. Bei der Menge an Fotos, die entstehen, ist der Verschleiß, der früher oder später zu teuren Reparaturen führt, ebenfalls nicht zu vernachlässigen.

Und im Anschluss an einen schönen, aber sicher auch enorm anstrengenden Tag, geht der umfangreiche Teil der Arbeit dann ja erst los. Ein guter Fotograf sichtet nämlich alle gemachten Bilder und sortiert bereits vor. Dann werden die besten Bilder bearbeitet und in einen einheitlichen Look gebracht. Wenn man in der Kirche, draußen im Hellen, draußen im Dunkeln und in der Location fotografiert, ist es gar nicht einfach alle Bilder zueinander passend zu bearbeiten.

Je nach Anzahl der Bilder, die bearbeitet werden, und Herzblut, das der Fotograf in die Bearbeitung steckt, fallen dann noch mal locker über 30 Stunden Nacharbeit an.

Wenn ein Fotograf sich auf der Hochzeit 6-8 Stunden Zeit nimmt und ein Vorgespräch führt, wird er in die Hochzeit mindestens 40 Stunden Zeit investieren und hat zudem einen teuren Verschleiß. 

Permanent aufmerksam sein, ist Arbeit, für die man sich voll konzentrieren muss. Von der Hochzeit hat der Fotograf dann gar nichts mehr, daher ist sowas im engen Freundeskreis eine eher unhöfliche Aufgabe. Und wenn die Fotos nicht als Referenzmaterial für zukünftige Shootings gebraucht werden, hat der Fotograf von fremden Hochzeiten auch nichts.

 

Wenn euch die Hochzeit und die Bilder dieses besonderen Tage wichtig sind, dann nehmt jemanden als Fotografen, der das kann und bezahlt ihn angemessen. Gute Bilder und ein Fotograf, der weiss, wie er euch in Szene setzt, ohne die Feier zu stören, sind das Geld wert.